Präsenzphasen

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Präsenzphasen in einem Fernstudium

 

Die Präsenzzeiten während eines Fernstudiums sind das Bindeglied zwischen Fernstudierenden, den Fernschulen bzw. Hochschulen und den zu vermittelnden Studieninhalten und damit das sprichwörtliche Salz in der Suppe.

Erfahrungsgemäß gelingt es in Präsenzphasen, das im Selbststudium erlangte Wissen zu vertiefen, zu erweitern und sich der Richtigkeit des eigenen Lernens zu versichern, bisher angeeignete Inhalte und Zusammenhänge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen oder einen persönlichen Standpunkt zu relativieren bzw. zu ändern.

Auch wenn die Teilnahme an Präsenzzeiten für die Studierenden teils aufwändig ist und im Vorfeld als nervend empfunden wird, bieten die Präsenzphasen besondere Chancen, um sowohl das Selbststudium zu erleichtern als auch Berufserfahrungen auszutauschen. Daher empfiehlt es sich, alle während des Lernens aufkommenden Fragen und Unklarheiten so zu dokumentieren, dass Sie diese in den Seminaren zufriedenstellend klären können.

Bei dualen bzw. berufsbegleitenden Weiterbildungen kann es zudem für die eigene Entwicklung sehr förderlich sein, sich mit Berufskollegen über Arbeitsabläufe, Herangehensweisen oder besonderes sozialpädagogisches Know-how auszutauschen, auch wenn alle nur mit Wasser kochen. Selbst diese Erkenntnis kann manchem Studierenden zu neuer Motivation verhelfen.

 

Präsenzzeiten in Fernlehrgängen und Fernkursen

Im Vergleich zu den verpflichtenden Präsenzphasen innerhalb von Bachelor oder Master Studiengängen  sind bei sozialpaedagogik-94Fernlehrgängen mit Zertifikat (z. B. Kindererziehung, Persönlichkeitstraining, Personal Coach-Psychologischer Berater) oder IHK Abschluss (z. B. Fachwirt Gesundheits- und SozialwesenFührungstraining Supervision, Personalkaufmann) in der Regel nur sehr wenige Präsenzseminare vorgesehen.

Bei einigen Fernlehrgängen werden auch Web-Seminare (Webinare) oder (fakultative) Blockseminare wie etwa beim Fernkurs Erziehungsberatung, Personal und Business Coach oder Fachkraft in der häuslichen Pflege (2 mehrtägige Blockseminare) angeboten.

In Einzelfällen sind für einen erfolgreichen und anerkannten Lehrgangsabschluss auch Praktika zu absolvieren. So sind beim Fernlehrgang Fachkraft in der häuslichen Pflege neben dem Fernkurs und einer Prüfung mindestens noch 80 Stunden abzuleisten, um das Zertifikat zu erlangen und als Schwesternhelfer bzw. Pflegediensthelfer tätig sein zu können. Vor bzw. während des Fernlehrgangs Altenbetreuung – Betreuungskraft gemäß § 87b Abs. 3 SGB XI sind ein 5-tägiges Orientierungspraktikum sowie ein 10-tägiges Betreuungspraktikum abzuleisten, um das Abschlusszertifikat zu erlangen.

 

Präsenzphasen bei akademischen Studiengängen

Fernstudium Sozialpädagogik / Soziale Arbeit (B.A.) basa-online

Seit Bestehen des Fernstudienganges Sozialpädagogik / Soziale Arbeit des basa-online-Hochschulverbundes liegt die Abbrecherquote je nach Hochschule bei 10 bis 20 %. Dieser relativ niedrige Wert ist laut basa Hochschulverbund insbesondere darin begründet, dass sich auf Grund der Präsenzphasen an zehn Wochenenden im Jahr dennoch eine Seminargruppenstruktur bilden kann, die das Lernklima und auch den Lernerfolg durch die festen sozialen Kontakte und Bezugspunkte sehr positiv beeinflusst.

Abweichend von allen weiteren Hochschulen des basa-Hochschulverbundes bieten die Fachhochschule Münster und die Hochschule Rhein-Main anstatt der zehn nur acht Präsenzmodule während der Studienzeit an. Diese Seminare finden an drei zusammenhängenden Werktagen am jeweiligen Hochschulstandort statt und werden dreimal pro Semester zu unterschiedlichen Terminen angeboten. Das Fernstudium dieser beiden genannten Hochschulen beinhaltet neben der Bachelorarbeit zudem noch zwei Projektarbeiten in Theorie und Praxis.

Während der Präsenzzeiträume werden am jeweiligen Hochschulstandort die Kenntnisse vermittelt, die sich nur in begrenztem Maß oder überhaupt nicht für die internetbasierte Bearbeitung zu Hause eignen, Klausuren geschrieben, Gruppenthemen bearbeitet oder neue Online-Module und Lehrinhalte vorgestellt. Darüber hinaus besteht in den Präsenzphasen die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Wissensaustausch und des persönlichen Kennenlernens der Mitstudierenden, des Hochschulstandortes sowie der zuständigen Betreuer der Hochschulen.

Das Bilden von Lerngruppen wird innerhalb der Präsenzphasen durch den über das Internet hinausgehenden individuellen Kontakt der Studierenden wesentlich erleichtert, ist aber auch von persönlichen Einflussfaktoren wie Sympathie, etwaiger Wohnortnähe, ähnlichen Berufserfahrungen oder beruflichen Perspektiven abhängig.

 

Präsenzphasen bei weiteren Bachelor und Masterstudiengängen im Bereich Sozialwesen

Bei sozialen Bachelor und Masterstudiengängen mit einem direkten Praxisbezug (z. B. Frühkindliche inklusive Bildung, Kindheitspädagogik, Soziale Arbeit, Suchttherapie und Sozialmanagement), die dual / berufsbegleitend absolviert werden, dienen die Präsenzphasen zudem für Praxisprojekte.
Teilnehmer dualer Weiterbildungsangebote profitieren vom direkten Wissenstransfer aktueller wissenschaftlicher Kennnisse und deren praktischen Umsetzung in sozialen Einrichtungen oder Unternehmen.

Bei akademischen Studiengängen mit besonderer wissenschaftlicher oder forschungsorientierter Ausrichtung  (z. B. Erziehungswissenschaften, Bildungswissenschaften, Erwachsenenbildung, Wirtschaftspädagogik) werden die Präsenzzeiten eher für die Diskussion direkt fachlich relevanter Fragestellungen genutzt, Praxisbeispiele natürlich nicht ausgeschlossen.

 

Präsenzphasen sind informativ und wegweisend

Nutzen Sie die Präsenzzeiten während Ihrer Weiterbildung für die qualitative Überprüfung und Selbstreflexion Ihres Selbststudiums, für die Klärung inhaltlich wichtiger Fragen sowie für einen konstruktiven Erfahrungsaustausch, auch wenn Sie im Vorfeld keinen „Bock“ auf derartige Veranstaltungen haben! Fachgespräche und zwanglose Diskussionen mit Gleichgesinnten führen oft zu unerwarteten Aha-Effekten, zur Erweiterung des eigenen Blickfeldes oder zu neuer Selbsterkenntnis.

Wenn Sie die zusätzlichen Kosten stemmen und die notwendige Zeit aufbringen können, sollten Sie zudem die Teilnahme an fakultativen Seminaren prüfen!


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